Startläufer Gabriel Genck hatte am Anfang etwas Probleme, sich im Gerangel zu behaupten. Am Ende brachte er jedoch die Blauen mit Tuchfühlung auf die Poleposition auf Rang drei vor. Mittelmann Florian Orth setzte die entscheidende Attacke eine Runde vorm letzten Wechsel und konnte Schlussmann Beni Huber dann schon mal einen kleinen Vorsprung mitgeben. Der legte los wie die Feuerwehr, verwaltete in der letzten Runde nur noch den Vorsprung und brachte das Gold sicherer Ins Ziel als es die reinen Zeitabstände aussagen. Bei den Frauen brachte Startläuferin Mares-Elaine Strempler zunächst das Telis-Trio in einer zweiten Gruppe auf Platz fünf. Mit einem furiosen Zwischenpart kämpfte sich Thea Heim sogar mit Vorsprung auf Platz drei. Schlussläuferin Maren Kock wusste, dass irgendwo dahinter 2:01,66-Läuferin Tanja Spill nur auf ihre Chance warten würde, um sich in ihren Windschatten hängen zu können. Als dies am Anfang der letzten Runde geschah, zog die Regensburgerin wieder routiniert an und brachte Bronze sicher nach Hause.

Seine Spurtstärke brachte Tim Englbrecht nach seinem Erfolg vor zwei Jahren in der U18 nun in der U20 wieder ins Spitzenfeld der deutschen Nachwuchsmittelstreckler. Schon nach dem Vorlauf ließ er per whatsapp zu Hause verlauten: „Ich werde im Finale alles geben“, was er dann auch eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Die Medaille bei „Deutschen“ hatte er sich schon mit der U23-3x1000m-Staffel letzte Woche in Wattenscheid abgeholt. Aus der Oberpfälzer Region am weitesten vorne lag wie erwartet die Ambergerin Kathi Fehm, die nach ihrer Fehlstart-Disqualifikation über 100m ihre ganze Energie ins 200m-Finale legte und dort den Titel hoch überlegen mit 23,67sec  gewann. Die Kötztinger U18-Mittelstrecklerin Barbara Plötz überzeugte mit ihrer Silbermedaille über 800m in 2:13,42min, dicht gefolgt von der Kelheimerin Susanne Brünnig, die mit 2:14,07min Vierte wurde. Susanne Schramml von der DJK Weiden wurde Neunte mit 2:15,83min. Auch 400m Hürdenmann Fabian Müller kämpfte sich ins U20-Finale. Seine dort erzielten 55,53sec waren Platz 8 wert. SWC-Hammerwerferin Nancy Randig schaffte in der U18 mit  51,41m Platz 10.