Der Olympiasieger nur Vierter – geschlagen von drei Landsleuten: Das gibt’s wohl nur in Speerwurf-Deutschland. Johannes Vetter mit seinem ersten 89-Meter-Wurf stahl einem dennoch gut gelaunten Thomas Röhler die Show. Aufgrund von Knieschmerzen hatte Johannes Vetter die letzten Meetings absagen müssen. Den Start beim ISTAF aber, den wollte sich der WM-Vierte aus Offenburg nicht nehmen lassen. Und er packte seine ganze Energie gleich in den ersten Versuch, begleitet von einem lauten Schrei und gefolgt von einer Jubelpose sowie einem strahlenden Lachen: 89,57 Meter. Nur wenig nach stand Johannes Vetter der noch ein Jahr jüngere Julian Weber (USC Mainz). Und das, obwohl sein Gepäck nicht in Berlin angekommen war und er sich seine Wettkampf-Ausrüstung erst bei der Konkurrenz borgen musste. Im zweiten Durchgang steigerte er sich auf 88,29 Meter – eine Weite, die ihm in Rio Olympia-Silber beschert hätte. Mit 85,43 Metern präsentierte sich auf Rang drei auch der Mannheimer Andreas Hofmann in Topform. Nur Platz vier blieb diesmal Olympiasieger Thomas Röhler (LC Jena), für den genau zwei Wochen nach seinem 90-Meter-Wurf von Rio 82,55 Meter in die Ergebnislisten einging. Über 100 Meter Hürden glänzte Siegerin Cindy Roleder mit 12,65sec. Hier geht’s weiter bei leichtathletik.de …