Galuschka1 DM Marathon2017 KiefnerfotoDieses Ereignis drückte dann leider ein wenig auf die Stimmung, die auf Grund der durchaus respektablen Leistungen der anderen keineswegs im Minus sein hätte müssen. Julia Galuschka (LG Telis Finanz) schwang sich als Fünfte der DM-Frauenwertung zur viel umjubelten neuen persönlichen Bestzeit von 2:43:02 Stunden auf, was ihr zusätzlich noch den Deutschen Meistertitel in der W35 einbrachte. Ihr Teamkollege Felix Plinke debütierte als elftbester Deutscher und einer schnelleren zweiten Hälfte mit tollen 2:23:52 Stunden, die SWC-lerin Constanze Boldt erinnerte als Dritte der W40 und fünfzehnte Deutsche mit 2:53:39 Stunden fast wieder an alte Zeiten, als sie vor Jahren sogar schon mal unter 2:50 Stunden geblieben war und Barbara Ferstl (LG Telis Finanz) überraschte bei ihrem ersten Marathon mit einer Zeit nahe der Drei-Stunden-Barriere (35./DM – 3:03:27h).

PlinkeFelix1 DM Marathon2017 SchaakefotoDort, wo schon die beiden Olympiastarter Anja Scherl und Philipp Pflieger 2015 und 2014 ihr ganz persönliches Waterloo erlebt hatten und am Ende das Ziel gar nicht erreichten, schaute es für den im Vorfeld hoch eingeschätzten Jonas Koller  gar nicht so schlecht aus. Von Pacemaker Florian Orth glänzend  bis Kilometer 30 geführt, lief es für den Regensburger bis Kilometer 36 wie am Schnürchen, Seine Livetime-Werte prognostizierten stets eine Endzeit von knapp unter 2:17 Stunden und dem anfangs enteilten DM-Favoriten Mitku Seboka aus Fürth kam er immer näher. Als der dann bei Kilometer 38 ausstieg, war der Telis-Mann urplötzlich auf Meisterkurs. „Da ist aber dann bei mir der Mann mit dem Hammer gekommen. Ich habe nicht gewusst, dass dann Laufen so wehtun kann“, meinte Jonas Koller zum alles entscheidenden Einbruch. Er braucht sich deswegen aber nicht grämen. Anja Scherl und Philipp Pflieger haben im unmittelbar nächsten Marathon nach ihrem jeweiligen Frankfurt-Desaster ihre bisher besten Zeiten auf der Marathon-Distanz abgeliefert.