Vier Titel und neun Mal das Podest für die Regensburger bei der 10km DM in Bad Liebenzell

Telis Maenner Team DM10km2017 KiefnerfotoBad Liebenzell, 3. September 2017 (orv) – Bad Liebenzell am Rande des Schwarzwalds ist ein gutes Pflaster für die erfolgsverwöhnten Langstreckler der LG Telis Finanz. Das stellten die „Blauen“ am vergangenen Sonntag bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10km wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis. Mit dem Doppelsieg in der U23 durch Franzi Reng und Miriam Dattke, den Einzelmedaillen bei den Frauen und Männern durch Silbermedaillengewinner Simon Boch, sowie den beiden Bronze-Leuten Coco Harrer und Philipp Pflieger, der logischen Konsequenz dreier Teamtitel bei Männer, Frauen und U23, beim starken Geschlecht durch Team zwei gleich im Doppelpack, summierte sich das Ganze zu neun Podestplätzen. „Wir waren nahe am Optimum, zu den beiden Einzeltiteln hat nur ein wenig das Glück gefehlt“, fasste am Ende Telis-Teamchef Kurt Ring den Tag zusammen.

 

Boch Orth Pflieger1 DM10km2017 KiefnerfotoDie Konstellation des Männerrennens sollte ein Krimi mit schlecht voraussehbarem Ende werden. Schon vor dem Startschuss waren sich darüber alle Experten einig. So war denn auch an taktischen Geplänkeln, Tempoverschärfungen und faszinierenden Schlusskilometern alles dabei, was die Herzen der zahlreichen Fans am Straßenrand höher schlagen ließ. Telis-Marathoni Philipp Pflieger drückte von Anfang an gehörig aufs Tempo und zwang damit den gesundheitlich etwas angeschlagenen Topfavoriten Arne Gabius bereits nach zwei Kilometer zum Aufgeben, den Rattenschwanz von zirka zehn Verfolgern, mittendrin auch seine beiden Teamkollegen Simon Boch und Florian Orth wurde er aber nicht los. „Bei sechs Kilometern wäre es mir fast gelungen, alle abzuhängen“, kommentierte der Regensburger eine der entscheidenden Stellen des Rennens, an der letztendlich auch die Führungsgruppe merklich ausdünnte. Als es auf die letzten beiden Kilometer ging, sah man plötzlich ein Telis-Trio mit Boch, Orth und Pflieger ganz vorne. Zu Beginn des finalen Kilometer blies dann Simon Boch zur Attacke, mit der Folge, dass nur noch Geheimfavorit Amanal Petros (SV Brackwede), der Zweite der U23-EM über 10.000m, dran bleiben konnte. Der konterte schließlich den Regensburger mit 29:02min und einer Sekunde Vorsprung knapp aber sicher aus. „Vielleicht habe ich meinen Punch etwas zu früh gesetzt. Letztendlich muss man aber sagen, dass Amanal heute eben einen Tick besser war“, zeigte sich der Regensburger am Ende als fairer Verlierer.

Müde von der langen Pace konnte Philipp Pflieger im Kampf um Bronze Dauerkonkurrent Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid) trotzdem mit 29:08min in Schach halten. Dahinter komplettierte ein wieder im Kommen befindlicher Titelverteidiger Florian Orth mit 29:17min ein Regensburger Teamergebnis vom Allerfeinsten, nur winzige sieben Sekunden über dem deutschen Rekord von 1:27:21 Stunden. Nachdem auch Tim Ramdane Cherif als Achter (29:48min), Jonas Koller als Neunter (29:52min) und Felix Plinke als Elfter (30:06min) mit jeweils persönlicher Bestleistung das Ziel erreicht hatten, stand dem exzellenten Ergebnis von Telis-Team2 auf dem Silberrang nichts mehr im Wege. U23-Junior Moritz Beinlich wurde in seiner Altersklasse mit sehr guten 30:41min Fünfter, ebenso das Nachwuchs-Team mit Kilian Stich (34:50min) und Johannes Merker (35:14min) im Verbund. Die beiden übrigen Telis-Männer Erik Hille (31:42min-pB) und Fabian Lutz (32:47min) zeigten aufsteigende Tendenz.

Reng Heim Harrer1 Dattke DM10km2017 Kiefnerfoto„Zwei Kilometer vor dem Ziel dachte ich, dass ich Mocki und Anna heute packen könnte. Beim gemeinsamen Angriff zusammen mit Anna waren wir uns wohl zu uneinig und haben damit Sabrina erst richtig stark gemacht“, sagte am Ende eines spannenden Rennen, das hinten raus immer schneller wurde, Coco Harrer. Die Regensburgerin freute sich trotzdem über Bronze in 33:46min, ihrer zweitschnellsten Zeit auf der Straße überhaupt, knapp hinter Sabrina Mockenhaupt ( 33:36min – LT Haspa Marathon Hamburg) und Anna Hahner (33:43min – Run2sky) riesig. „Die Coco war heute saustark“, zeigte Siegerin Mockenhaupt in ihrer typischen Art durchaus Respekt vor der Regensburgerin. Richtig stark nach langer Verletzungspause war auch das Comeback von U23-Siegerin Franziska Reng (LG Telis Finanz – 34:05min) als Vierte der Frauenwertung, mit denen sie immerhin ihre Teamkollegin Thea Heim (5./34:09min) niederhalten konnte. Damit war der Überraschungssieg in der Teamwertung gegen die haushohen Favoritinnen aus Hamburg auch noch in trockenen Tüchern. Auf Platz zehn stellte die U23-Zweite Miriam Dattke (LG Telis Finanz) mit 34:33 ebenfalls einen Hausrekord auf. Cornelia Griesche (18./35:31min) und Maren Orth (36:56min) vervollständigten Telis-Team 2 für DM-Platz vier. Dahinter überraschte DM-Neuling Barbara Ferstl mit einer fulminanten Steigerung auf 37:07min, die beiden Seniorinnen Julia Galuschka (37:29min/W35) und Mikki Heiß (38:16min/W40) sind nach langer Verletzungspause wieder im Geschäft zurück und Juniorin Mira Parisek trug mit für sie starken 37:48min zum U23-Teamgold ihren Teil dazu bei.

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