Sie sollten es für ihre Kinder tun, der Schulsport tut es nicht

Kinderlauf KiefnerfotoRegensburg, 14. September 2017 (Pöhlitz) - Die Basis für Gesundheit und ein verletzungsfreies Laufen auf allen Mittel- und Langstrecken bekommen die Besten oft schon sehr früh in die Wiege gelegt. Dafür bedeutet die angeborene Ausstattung mit stabilen, gesunden Knochen, Sehnen, Faszien, also dem Bindegewebe, für das Bewegungstalent, alles. Vielleicht haben sie eins. Noch besser ist aber, wenn nicht nur die „begabt geborenen“ in der Zeit bis sie in die Schule kommen von ihren Eltern in ihrer Umgebung „viel und vielseitig bewegt“ werden und vor allem auf den unterschiedlichsten Untergründen barfuß laufen dürfen. Schon da gilt das Prinzip, das für das ganze Leben gilt, fördern durch fordern und weniger behüten. Sie haben bestimmt schon bemerkt das die Kleinen dazu sehr bereit sind und sich auch da schon die späteren Kämpfer durchsetzen. Und wenn sie dann noch einen „Bewegungskindergarten“ erwischen, mit ihnen Radtouren machen, ihnen Schwimmen lehren oder sie in einen Sportverein anmelden ist viel für ein wenigstens gesundes, weniger übergewichtiges Leben getan. Auch in der Schulzeit würde mehr Schulsport oder Vereinsangebote für diese Altersbereiche, besser auf das Leben und geistige Beweglichkeit, nicht nur auf eine Sportkarriere, vorbereiten. Es müssen ja nicht alle Olympiasieger werden.

In den ersten 10 Jahren werden wichtige Grundlagen für´s Leben gelegt

Wenn es die Eltern nicht für ihre Kinder tun, der Schulsport tut es erfahrungsgemäß nicht mehr wie früher. Wer in der Kindheit in einem, nicht so sportlichem Umfeld großgeworden ist, auch in den ersten Schuljahren wenig mit Sport konfrontiert wurde oder nicht die besten Sportlehrer im Schulsport erwischt hat, erst später - vielleicht mit 12-14 Jahren - eine Trainingsgruppe findet, muß nachholen, also Basistraining zur Ganzkörper-Stärkung betreiben und die Techniken der benötigten Trainingsübungen erlernen. Hoffentlich weiß das auch sein/ihr Übungsleiter und schleppt ihn/sie nicht gleich von Wettkampf zu Wettkampf. Auch weil dort von ihnen zu früh grenzwertige Dinge abgefordert werden, die er/sie noch gar nicht trainiert haben, nämlich die gute Lauftechnik und eine gewisse spezielle Ausdauer für irgendeine Strecke.

Auch Begabte und Spätentwickler brauchen Grundlagentraining

Ist das Übergewicht einmal angelegt ist in der Regel der beste Sportlehrer machtlos. Für Fitness und auch schnelles Laufen braucht man mehr als von zu vielen praktiziert wird. Vor allem die Füße brauchen ein stabiles Fundament und die Achillessehnen müssen auf das Lauftraining besser als in der Vergangenheit vorbereitet werden Wichtig ist: Fitness zuerst, Fitness bedeutet Kondition und erhöht die Trainings-bereitschaft und die Lebensqualität. Je besser sie ist umso leichter bewegen sie sich, umso fleißiger üben sie und umso wirksamer ist das Training. Wichtig aber auch wenn eines Tages auch bei den für den Lauf begabten, stabile gesunde Knochen, Sehnen, Faszien, also das Bindegewebe, das Herz-Kreislaufsystem und der Leistungs-Stoffwechsel die notwendige „Arbeit“ für immer schnellere Zeiten leisten sollen. Wer nach 10 Jahren Schüler-Jugendtraining und in 10 Jahren Leistungstraining, möglichst verletzungsfrei, Erfolge feiern oder auch mal aufs Podium will, sollte diese Aufgaben und Inhalte nicht negieren.

*Lothar Pöhlitz - Sportwissenschaftler - DLV-Bundestrainer Lauf von 1980-1998
www.la-coaching-academy.de

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