Bei der Halbmarathon-DM zählen die Regensburger wieder zu den Medaillenanwärtern

Harrer1 BLV10000m2017 KiefnerfotoRegensburg, 5. April 2018 (orv) – In Hannover erlebten die erfolgsverwöhnten Langstrecker der LG Telis Finanz exakt vor einem Jahr mit drei Titeln und etlichem Edelmetall einen ihrer ganz besonderen Saisonhöhepunkte. Beim erneuten Aufeinandertreffen der gesamten deutschen Straßenlauf-Elite treten die Regensburger zwar mit allen Titelverteidiger/Innen wieder an, müssen aber aus verschiedenen Gründen auf den eine/n oder andere/n Leistungsträger/in verzichten. „Am Ende ist es eine Doublette des Teams von 2017 geworden. Gewünscht habe ich mir das ein wenig anders, aber der brutal kalte März hat eben auch bei uns seine Spuren hinterlassen. Trotzdem wollen wir gerade bei den Frauen wieder ganz vorne mitmischen“, gibt sich Telis-Teamchef Kurt Ring noch bedeckt.

Noch zwei Wochen vor den Meisterschaften musste man sich gerade beim schwachen Geschlecht keine Sorgen machen. Nach dem frühzeitigen, verletzungsbedingten Aus von Titelverteidigerin Sabrina Mockenhaupt schien der Weg frei zu sein für die letztjährige DM-Zweite Anja Scherl zu ihrem ersten nationalen Einzel-Gold. Doch dann kam auch für sie bei der Halbmarathon-WM in Valencia das Aus. Ein blockiertes Fußgelenk, die leicht eingerissene Plantarsehne als Folge – und schon war alles gelaufen. Sie ist inzwischen wieder auf den Weg der Genesung, die EM in Berlin ist zumindest nicht im Geringsten gefährdet. Zu allem Überfluss fällt auch noch die letztjährige Vierte Thea Heim wegen einer hartnäckigen Influenza-Erkrankung für mehrere Wochen aus.

Übrig geblieben aus dem Meisterinnenteam des Vorjahres ist die letztjährige Bronzemedaillengewinnerin Corinna Harrer, die mit ihren 1:13:21 Stunden, gelaufen im Februar in Barcelona, die aktuell beste diesjährige Vorleistung ins Rennen bringt, aber dennoch lange nicht konkurrenzlos ist. In diese Regionen können auch ihre beiden Teamkolleginnen Miriam Dattke, Titelverteidigerin bei der U23, und Franzi Reng, die bereits 2016 im deutschen Halbmarathon-Team für die damaligen Europameisterschaften in Amsterdam stand und aus diesem Jahr eine 1:12:33 mitbringt, laufen. Ganz zu schweigen von der Mannheimerin Fabienne Amrhein, die mit ihrem 2:34:14 Stunden im letzten Oktober des letzten Jahres sich nachhaltig für die Europameisterschaften in Berlin empfohlen hat und auf den 21,1km mit ihren 1:13:11 Stunden auch im Bereich der drei Regensburgerinnen mitlaufen kann.

Am wenigsten Sorgen macht sich Kurt Ring bei der Verteidigung der Teamtitel bei den Frauen und Juniorinnen. „Nachdem wir neben Harrer, Dattke und Reng bei den Frauen auch noch mit der dritten Juniorin Marina Rappold, Cornelia Griesche und Anna Plinke drei weitere Läuferinnen mit Bestleistungen unter 1:20 Stunden ins Rennen schicken können, sollte also in beiden Teamwertungen der Sprung auf’s oberste Trepperl möglich sein.“ Die Reise nach Hannover treten auch noch Barbara Ferstl (Frauen) und Eva Schien (U23) mit an. „Wenn alles reibungslos läuft, könnten die Damen erneut drei Titel mit nach Hause bringen. Nach den schmerzlichen Ereignissen der letzten Wochen glaube ich das aber erst, wenn alle einigermaßen heil im Ziel sind“, zeigt sich Kurt Ring betont vorsichtig.

Im Februar zauberten Philipp Pflieger, Dominik Notz und Tim Ramdane Cherif Zeiten von 1:03:44, 1:04:21 und 1:04:51 Stunden auf Barcelonas Straßen, die in der Summe nur wenige Sekunden über dem deutschen Teamrekord lagen. In Hannover wird keiner am Start sein. Pflieger zieht den Halbmarathon als selbständiger Laufprofi vor: „Berlin ist für mich finanziell weit lukrativer.“ Notz und Ramdane Cherif brauchen nach kleineren Blessuren, bedingt durch die schlechten klimatischen Verhältnisse der letzten Wochen noch etwas Schonzeit, bis sie wieder ins Renngeschehen zurückkehren. So müssen denn bei den Herren der Vorjahresfünfte Simon Boch, der letztjährige DM-Vizemeister Jonas Koller, der zudem noch einen Leistungsnachweis unter 1:07:00 Stunden für die durchaus mögliche EM-Marathonteilnahme in Berlin braucht, sowie Kevin Key, Maximilian Zeus, Fabian Lutz, sowie U23-Mann Moritz Beinlich die Kohlen aus dem Feuer holen. Zu was es dann reicht, werden am Ende die Computer der Zeitmessung auswerfen. „Das Potential zu durchaus Großem ist bei uns da, allein an der Umsetzung müssen wir in den nächsten Jahren noch gewaltig arbeiten“, beschreibt Kurt Ring den Ist-Zustand seiner Männer.

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