Lückenkemper, Reus und co können am Sonntag im Uni-Stadion beste Bedingungen erwarten

LueckenkemperGina2 100 KiefnerfotoRegensburg, 29. Mai 2018 (orv) – Allein schon wegen der Sprinterinnen und Sprinter lohnt sich am Sonntag der Besuch der diesjährigen Sparkassen Gala. Bei den 100m trifft dabei die gesamte deutsche Spitze mit Gina Lückenkemper, Rebekka Haase, Lisa Mayer, Tatjana Pinto und Sina Mayer auf die Britin Imani-Lara Lansiquot und die Südafrikanerin Tebogo Mamathu. Zeiten unter 11 Sekunden sind so durchaus möglich, Gina Lückenkemper hat dies schon im Vorjahr mit ihrer Bestzeit von 1,95sec vorgemacht. Bei den Männern treffen Deutschlands Beste mit Julian Reus, Aleixo Platini Menga und Michael Pohl auf ein Briten-Trio mit Richard Kilty, Andrew Robertson und Tony Ramdan, alle ausgestattet mit Bestzeiten unter 10,29sec. Ein Sprint in Richtung Deutscher Rekord – gehalten von Julian Reus mit 10,01sec aus dem letzten Jahr – ist also durchaus drin. Die Wetteraussichten, prognostiziert von wetter.de, sind zur Zeit der Vorläufe (13.00 Uhr Frauen/13.30 Uhr Männer) und Finals (14.15 Uhr Frauen/14.30 Uhr Männer) ganz ausgezeichnete: strahlender Sonnenschein bei 25 Grad, mit einer leichten Brise (7 km/h) aus West mit mäßigen Böen (23 km/h) – Also erneut Kaiserwetter bei der Sparkassen Gala. Der Wind scheint diesmal von der richtigen Seite zu kommen, es muss also wahrscheinlich nicht die Laufrichtung gedreht werden.

 

ReusJulian5 200 KiefnerfotoDie Regensburger scheinen 2018 einen Exklusivvertrag mit Petrus zu haben. Just zum Zeitpunkt der 200m-Finals um 17.30 Uhr (Frauen) und 17.45 Uhr (Männer) soll der Wind dann sogar aus West-Nord-West kommen. Das hieße schlicht und einfach ausgedrückt: Besser geht’s überhaupt nicht. Auch hier sind die drei schnellsten deutschen Frauen aus 2017 gemeldet: Gina Lückenkemper mit einer Vorleistung von 22,64sec, Rebekka Haase (22,76sec) und Nadine Gonska (22,93min). Besonders gespannt in Regensburg ist man natürlich auf die blutjunge Ambergerin Kathrin Fehm, ihres Zeichens Bronze-Medaillengewinnerin bei den letztjährigen U20-Europameisterschaften und mit der deutschen U20-Staffel in Weltrekordzeit sogar Europameisterin. Sie hat ihren Hausrekord erst letzte Woche auf fabelhafte 23,15sec gesteigert, damit sogar punktgenau die EM-Norm für Berlin erfüllt. Bei den Männern wollen ebenfalls mit Reus (20,29sec), Platini Menga (20,34sec – bei der Gala erzielt) und Roger Gurdki (20,42sec) die drei Besten aus 2017 die halbe Stadionrunde in Angriff nehmen. Schärfste Konkurrenz sollten der Brite Kilty, sein Landsmann Tobias Deji, der Ire Marcus Lawler und vor allem Subisiso Matsenjwa aus Swaziland sein. Bei den Damen sollte keine Ausländerin in die Phalanx der besten acht Deutschen eindringen können.

FehmKatrin1 200 KiefnerfotoDie Normen für die Heim-Europameisterschaften in Berlin liegen bei 10,25/11,35sec über 100m und 20,65/2313sec über die 200m, jeweils für Männer und Frauen. Es kann also gut sein, dass sogar mehr als drei Deutsche pro Disziplin die Qualifikationsstandards erfüllen. Aus dieser Sicht sind natürlich auch die Staffeltests der deutschen Nationalmannschaft über 4x100m von großer Bedeutung, schließlich treten reine Nationalquartetts in einer laufenden Saison nur selten an. Deutschland trifft im Uni-Stadion bei den Männern auf Dänemark und die eigene U20-Staffel und bei den Frauen auf Österreich, Dänemark und die deutschen Nachwuchsstaffeln. Die Limits für Berlin sind 38,80sec bei den Männern und 43,35sec bei den Frauen.

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Berlin, 31.-31.12.06
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