Beim Soundtrack in Tübingen laufen alle Drei knapp an der Norm vorbei

Huber1 soundtrack2018 Schneider Michael FotoTübingen, 16. Juni 2018 (orv) – „Gar nicht zufrieden bin ich mit dem Rennen, bin viel zu viel auf Bahn zwei gelaufen“, zeigte sich der amtierende Deutsche 800m Meister Benedikt Huber (LG Telis Finanz) unmittelbar nach dem A-Finale über die zwei Stadionrunden beim bestens besetzten Soundtrack-Meeting in Tübingen absolut eher bedeckt. Seine Einschätzung war aber an diesem Tag eine ganz falsche. Der Regensburger war als Gesamt-Siebter soeben in einem äußerst engen Einlauf mit 1:46,66min, seiner zweitbesten Leistung auf seiner Hausstrecke überhaupt, nur 16 Hundertstel über der Norm für die Europameisterschaften in Berlin geblieben. Dabei brachte er den derzeitigen Überflieger Marc Reuther auf der Zielgeraden in Anwartschaft auf den besten Deutschen in arge Bedrängnis. „ Das ist ein deutliches Signal Richtung nationale Titelkämpfe in Bezug auf eine erneute Titelverteidigung am 21./22. Juli im Nürnberger Max-Morlock-Stadion“, sagte dazu sein Coach Kurt Ring, der so einen Husarenritt nach der eher suboptimalen Wintervorbereitung noch nicht erwartet hatte.

 

Teamkollegin Miriam Dattke lieferte über 5.000m bis zwei Runden vor Schluss in einem internationalen Spitzenfeld als weitaus jüngste Teilnehmerin eine Superleistung ab, „lief“ bis dorthin mit einer Durchgangszeit bei 3.000m von 9:10 Minuten einfach mal mit der Spitzengruppe mit, musste dann aber auf den letzten achthundert Metern dem hohen Angangstempo mit 15:44,41min doch noch gehörig Tribut zollen. Das war zwar 21 Sekunden schneller, als sie jemals zuvor gelaufen war, aber eben auch 4,41 Sekunden über der EM-Norm, die sie aber über 10.000m schon hat. Jetzt kommt es auf den 25 Runden nächsten Samstagabend auf heimischer Bahn am Oberen Wöhrd in Regensburg zum großen Schlagabtausch mit der gesamten deutschen Spitze. Für die junge Regensburgerin ist das wahrlich eine Herkulesaufgabe der besonderen Art. Thea Heim (LG Telis Finanz) hakte in Tübingen mit 16:13,15min souverän die Norm für die Deutschen Meisterschaften ab.

Schritt für Schritt hieß auch diesmal die Devise für den 5.000m EM-Siebten von 2016 Florian Orth (LG Telis Finanz). „Bis 3 Kilometer war ich heute schon wieder voll auf Kurs in Richtung 13:30min. Hintenraus fehlt’s einfach noch. Doch ich weiß, dass es zwar schwer wird, aber nicht unmöglich ist, eine Zeit unter 13:35min zu packen“, sagt der Mann, der am Ende nach 13:50,18min als Fünfter ins Ziel lief. Knapp dahinter sammelte Teamkollege Philipp Pflieger nach harten 200km-Wochen aus seiner beginnenden Marathonvorbereitung für Berlin zunächst einige Bahnspezialisten ein, um am Ende kaum erwartete 13:50,61min abzuliefern. „Das größte Problem war für mich, anfangs überhaupt am Feld dran zu bleiben. Bei den wenigen Tempoeinheiten in den letzten drei Wochen war ich jeweils deutlich langsamer“, kommentierte Deutschlands derzeit bester Marathonläufer seine Stippvisite auf der Bahn.

In den B- und C-Läufen, die bis nach Mitternacht dauerten, gelang Tim Ramdane Cherif nach langer Verletzungspause mit 14:17,38min auf Anhieb die Quali für die DM. Nachwuchsmann Michael Dirscherl überzeugte als Zweiter der U18 mit feinen 16:16,27min. Gleich für die DJM-Norm über 800m reichte es bei einem anderen Telis-Nachwuchsläufer: Julian Öchsl überraschte mit seinem ersten Rennen unter zwei Minuten in genau 1:58,60min. Auf der gleichen Distanz steigerte sich Fabian Laukamp (LG Telis Finanz) auf eine neue persönliche Bestleistung von 1:55,41min. Teamkollege Moritz Beinlich unterbot über 1.500m mit 3:48,99min um genau eine Hundertstel die DM-Norm. Für die beiden 5.000m Läufer der LG Telis Finanz Max Zeus und Fabian Lutz bleiben die Uhren bei 14:49,13 und 15:16,68 Minuten stehen.

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