BLV 10000m2019 Frauen Lauf Start BremfotoBei den Damen kam’s zum erwarteten Solorennen von Telis-Sternchen Miriam Dattke, die am Ende mit klug herausgelaufenen 33:29,08 Minuten um mehr als eine Minute überdeutlich die angestrebte DLV-Norm für die U23-Europameisterschaften in Gävle/Schweden (11.-14. Juli) unterbot. Die ersten vier Kilometer spielte sie auch noch Lokomotive für die neue und alte Österreichische Meisterin Sandrina Illes (Union St. Pölten), die das Ziel nach 34:02,00 Minuten erreichte. Die Regensburgerin zeigte sich im Ziel ob der Tatsache, dass sie im letzten Jahr bei ebenso nicht so optimalen Bedingungen mit kräftiger Hilfe von begleitenden Männern schon knapp unter 33 Minuten gelaufen war. Ihr Coach Kurt Ring relativierte dies aber sofort mit all seiner Erfahrung in Sachen Langstreckenrennen: „Starke Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 15 Grad sind für Langstreckenleistungen leistungsminimierender als drei oder vier Grad über Null. Zudem stand Miri Dattke unter Norm-Druck, was auch nicht ganz einfach für eine noch so junge Läuferin ist. Eigentlich ist ihre Form besser als im letzten Jahr.“ Dahinter erging es der neuen Bayerischen Juniorenmeisterin Marina Rappold (LG Telis Finanz – 36:48,28min) und Maria Kerres (SWC Regensburg – 37:06,32min), Zweite der Landesfrauenwertung, ähnlich, weil deren Zeiten auch nicht dem entsprachen, was sie derzeit drauf haben. Respekt verdienen aber die Leistungen der über 30 Jahre alten Telis-Oldies Eva Haberl-Karg und Barbara Ferstl, die mit 38:52,33 bzw. 39:24,35min noch deutlich unter 40 Minuten blieben, ebenso wie W45-Läuferin Constanze Boldt (SWC Regensburg – 39:39,61min).

Pflieger Ramdane Notz1 BLV10000m2019 BremfotoTitelverteidiger Philipp Pflieger war schon vor dem Rennen recht skeptisch: „Mein Rücken zieht und ich bekomm schlecht Luft“. Sein schlechtes Gefühl sollte ihn nicht täuschen. So nutzte denn auch Tim Ramdane Cherif geschickt eine der durch Pfliegers starkes Seitenstechen ausgelösten leichten „Verschnaufpausen“ in der ständigen Tempohatz im Kampf um die erstrebte 29er-Zeit aus und machte sich nach zwei Drittel der Distanz auf leisen Sohlen auf und davon. Hinter den beiden rangen die ersten Österreicher Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau – 30:02,10min), Isaac Toroitich Kosgei ( TGW Zehnkampf-Union – 30:03,58min) und Mario Bauernfeind ( (KUS ÖBV Pro Team - 30:14,55 min) vehement gegen die 30-Minuten-Barriere an. Auch die drei Telis-Boys Moritz Beinlich, Dominik Notz und Max Zeus blieben mit 30:21,01min, 30:22,46min und 30:58,12min im respektablen 30er-Bereich, zudem gab’s für Beinlich noch Bronze in der Landeswertung hinter Ramdane Cherif und Pflieger. Für Beinlich und Zeus waren dies sogar neue persönliche Bestleistungen auf der Bahn. Fabian Lutz (6. Landeswertung) und Dominik Scholler (9. Landeswertung) komplettierten das Telis-Teamergebnis mit 32:04,87min und 33:55,85min. Nick Jäcker vom TSV Penzberg heißt der neue Bayerische U23-Meister. Er gewann mit feinen 31:39,53min. Christoph Sturm vom SWC wurde hier Fünfter mit 35:21,62min. Bei den männlichen Jugendlichen der U20 siegte Tobias Ulbrich (LG Region Landshut) mit guten 32:34,70min. Dahinter eroberte Telis-Mann Benedikt Brem mit deutlicher neuer persönlichen Bestleistung von 32:56,20min die Silbermedaille, seine beiden Teamkollegen Michael Dirscherl und Julian Öchsl wurden mit 35:33,71 und37:33,00min Vierter und Fünfter.