Corinna Schwab bleibt mit 53,88 über 400m erstmals in der Halle unter 54 Sekunden

Mayer Mona2 KiefnerFotoMünchen/Chemnitz, 25. Januar  2020 (orv/Reinhard Köchl) – Für Amelie-Sophie Lederer (LG Telis Finanz Regensburg) hat sich der Doppel-Start beim Munich Indoor auf jeden Fall gelohnt. Nach einer überzeugenden Vorstellung im Vorlauf über 60 Meter, den sie in exzellenten 7,45 Sekunden beendete, verzichtete die ehemalige Fürtherin auf das Finale, das dann Trainingspartnerin Roberta Yana (LG Stadtwerke München) in 7,69 Sekunden für sich entschied. Lederer ihrerseits wollte sich danach noch auf die für sie ungewohnte 200-Meter-Strecke einstimmen, wo sie mit ihren neuen Staffelkameradinnen Katrin Fehm, Corinna Schwab, Mona Mayer und Maike Schachtschneider spätestens bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitreden will. Diesmal gelang ihr dies mit 24,03 Sekunden vor der noch jugendlichen Mayer (24,65 Sekunden) ziemlich gut.

Auch bei Corinna Schwab (LG Telis Finanz Regensburg) zeigt die Formkurve steil nach oben. Die Sprinterin sorgte am Samstag bei den Offenen Sächsischen Meisterschaften in Chemnitz mit zwei neuen Hallenbestleistungen für Furore. Über 60 Meter wurde sie Dritte hinter Keshia Kwadwo (LC Paderborn; 7,42 Sekunden) und Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar; 7,47 Sekunden) in 7,51 Sekunden. Quasi im Alleingang verwirklichte die 20-Jährige dann später noch ihren großen Wunsch, die 400 Meter in der Halle endlich unter 54 Sekunden zu absolvieren. Nachdem es in der Vorwoche in Sindelfingen noch nicht geklappt hatte, blieben die Uhren für die Oberpfälzerin diesmal bei 53,88 Sekunden stehen. "Mit meinen beiden Bestleistungen bin ich natürlich sehr zufrieden", erklärte Corinna Schwab anschließend. "Die im Training gestellten Aufgaben in der vergangenen Woche konnte ich alle umsetzen und wieder Erfahrungen sammeln. Das gute Gefühl gilt es jetzt, in die nächsten Wettkämpfe mitzunehmen!" Schon am kommenden Wochenende wollen die Telis-Langsprinterinnen bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften in der Münchner Werne-von-Linde-Halle die Qualifikationsnorm für die Hallen-DM eintüten. Auch Fabian Schäffler kommt langsam in Schwung: Seine 23,09sec als Siebter über 200m sind ein deutlicher Fingerzeig nach oben. Teamkollege Samuel Werdecker muss seine Indoor-Ambitionen jedoch gänzlich einstellen. Die hartnäckige Muskelverletzung lässt es als sinnvoll erscheinen, diese jetzt erst vollständig auszukurieren und in diesem Jahr ganz auf die Hallensaison zu verzichten.