Vier Medaillen für die LG Telis Finanz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften

Schwab5 DM Halle2020 KiefnerfotoLeipzig, 23. Februar  2020 (orv) – Die Langsprinterinnen der LG Telis Finanz sorgten bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig für einen in dieser Form ungewohnten Medaillenregen. Allen voran Corinna Schwab. In einem von der Spitze aus gestalteten 400m-Finale lief sie mit einer grandiosen Steigerung auf 52,65sec zu ihrem ersten Frauentitel, zugleich der fünfzigste Einzeltitel ihres Clubs in der Männer- und Frauenklasse in dessen 50-jährigen Geschichte. “ Ich bin überglücklich über meinen ersten Titel und stolz, dass ich mich durchsetzen konnte. Auch über die Bestzeit freue ich mich riesig. Das habe ich mir hart erarbeitet. Im Training habe ich mich im Winter bei eigentlich allen Zubringerleistungen verbessert. Das hat diesen Erfolg hier möglich gemacht. Als erste durchs Ziel zu laufen war ein tolles Gefühl“, sagte sie im Interview bei leichtathletik.de. Als Startläuferin in der abschließenden 4x200m Staffel legte sie dann den Grundstock für weiteres Silber in 1:36,14min, über das sich Schwab, Maike Schachtschneider, Mona Mayer und Katrin Fehm erst eine halbe Stunde nach dem Zieleinlauf freuen könnten, als feststand, dass die ursprünglich als Zweite ins Ziel kommenden Staffel des MTG Mannheim wegen Übertretens der Bahn disqualifiziert worden war. Überraschendes Silber kam zuvor auch noch von Amelie-Sophie Lederer, die über 200m mit persönlicher Bestzeit von 23,62sec auch restlos überzeugte. Medaille Nummer vier ging an „Evergreen“ Florian Orth, der sich schon am Samstag in einer Millimeterentscheidung um Bronze in 7:59,10min gegen Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund) durchsetzen konnte. Für Jugendmeisterin Mona Mayer blieb bei erneut absolut respektablen 53,50sec im für deutsche Verhältnisse sehr schnellen Endlauf der undankbare vierte Platz übrig.

 

Lederer4 DM Halle2020 KiefnerfotoEin neues Gesicht lief über 400 Meter ins Rampenlicht: Corinna Schwab (LG Telis Finanz Regensburg) präsentierte sich in bestechender Form. In 52,65 Sekunden und damit in deutscher Jahresbestzeit holte sich die erst 20-Jährige ihren ersten deutschen Meistertitel und ließ der starken Laura Müller (LC Rehlingen), die in 52,92 Sekunden zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der Halle unter 53 Sekunden blieb, keine Chance. „Der Winter gibt mir riesige Motivation auf dem Weg in Richtung Sommer“, sagte Schwab. Es war das stärkste Finale bei Deutschen Hallenmeisterschaften über diese Strecke seit 2014. Insgesamt steigerte Schwab ihre Bestzeit von 53,60 Sekunden, die sie erst am Samstag im Vorlauf aufgestellt hatte, nochmals um fast eine Sekunde. Jugendmeisterin Mona Mayer hielt sich lange Zeit bravourös in den Medaillenrängen und verpasste Bronze nur um 11 Hundertstel. Über die 200 Meter holte sich die Mannheimerin Jessica-Bianca Wessolly nach Bronze 2018 und Silber 2019 nun erstmals die Goldmedaille. In Saisonbestleistung von 23,37 Sekunden, die zugleich deutsche Jahresbestzeit war, setzte sie sich gegen Amelie-Sophie Lederer von der LG Telis Finanz durch, die in 23,62 Sekunden Bestzeit lief und ihren Ärger über die Disqualifikation aufgrund eines Fehlstarts über die 60 Meter am Samstag vergessen machte. Schade, dass die beiden Finals über 200m und 4x200m innerhalb einer knappen halben Stunde waren und so Lederers Einsatz in der Staffel nicht mehr möglich war.


Fehm Schwab Schachtschneider Mayer2 DM Halle2020 KiefnerfotoMit ihrem Start in der Leverkusener Staffel über 4x200 Meter der Frauen vergoldete Hürdensiegerin Caroline Klein ihr Wochenende gleich doppelt. Die Siebenkämpferin holte gemeinsam mit Jennifer Montag, Louisa Grauvogel und Mareike Arndt den Titel in 1:35,40 Minuten vor der LG Telis Finanz Regensburg mit Corinna Schwab, Maike Schachtschneider, Mona Mayer und Katrin Fehm (1:36,14min) und dem Wattenscheider-Quartett, das in Besetzung von Synthia Oguama, Christin Bischoff, Sophie Bleibtreu und Felina Fiener (1:36,55min) zu Bronze lief. Das toll kämpfende Quartett der Telis-Mädels zeigte, dass nicht nur die Regensburger Läufer für DM-Team-Medaillen gut sind. Besondere Anerkennung gebührt den beiden 400m Finalistinnen Corinna Schwab und Mona Mayer, die sich nach dem aufreibenden 400m Endlauf auch noch in der Staffel stellten. Über 3.000m erreichte Denise Schumacher (LG Telis Finanz) als Siebte in 10:05,78 Minuten das Ziel. Hürdensprinterin Isabel Mayer (SWC Regensburg) blieb trotz persönlicher Bestzeit über 60m Hürden von 8,61sec im Vorlauf hängen.