Von Athleten für Athleten heißt der Leitspruch

HelferSparkassen Gala KiefnerfotoRegensburg, 2. Juni 2016 (orv) – Sie wollten es ihrem alten Coach nicht mehr antun, dass er am Ende der „Marathon“veranstaltung Laufnacht und Gala wie ein weidwund geschossener Keiler auf der Gegengeraden herumtigert, um die eine oder andere Hürde noch von der Bahn zu retten und dann schon mal einen Hindernisbalken erwischt, bevor noch der letzte Läufer drüber war. Es ist keine Respektlosigkeit, dass seine Athlet/Innen beschlossen haben, Kurt Ring, Leichtathletik-Tausendsassa an solchen Tagen, entlasten zu wollen. Es ist ihnen eine Verpflichtung gewesen, trotz eigener Starts in diesen Tagen kräftig hinzulangen und große Teile der Organisation in die eigenen Hände zu nehmen. „Davor ziehen wir unseren Hut, bedanken uns herzlich und sind mächtig stolz auf unsere Sportler, die am Gala-Wochenende keinen Unterschied zwischen Olympiastarter und Leichtathletiknovize machen werden“, sagen unisono Meeting-Direktor Kurt Ring und LG-Präsident Norbert Lieske zur neuen Situation.

Da rasselte es denn auch bei so mancher Orga-Sitzung, weil die Begeisterung und der unbedingte Wille zum Helfen dann oft keine Rücksicht genommen hat auf die kleinen individuellen Unpässlichkeiten während der Tage, die natürlich durch Beruf, Studium, Schule und Training im Wege stehen. Kurt Ring muss schmunzeln: „Ich entdecke da in so manchen Gesichtern von lieben Menschen jene Unerbittlichkeit und Basta-Mentalität aus meiner eigenen Jung-Manager-Zeit vor 20 oder 30 Jahren. Es ist aber auch notwendig und wer führen will, muss auch fordern. Da kann man sich schon mal im Ton vergreifen und sich das Mundwerk verbrennen.“

So wird denn auch ein Ring’scher Traum für sein Meeting immer mehr wahr, das am Anfang noch ein Garagenfest am Post-Süd-Gelände war, reichlich vor zwanzig Jahren: Von Athleten für Athleten. Gerade sie standen und stehen immer im Mittelpunkt seines Handeln. So manchen Kampfrichter hat er deshalb schon angeraunzt: „Wenn du nicht sicher bist, lass die rote Karte drin und entscheide pro Athlet. Wenn wir keine Athleten mehr haben, haben wir keine Leichtathletik mehr“. Binsenweisheiten, aber in Zeiten, in denen das Laufen-Springen-Werfen etwas rückläufig ist, tun Meeting, die man als Sport“fest“ vom 15jährigen Nobody bis zum Olympiastar innerhalb einer stattlichen Gemeinde von 1200 Teilnehmern erlebt, einfach gut. Die Regensburger Athletinnen und Athleten zeigen, dass es geht.