Und das nach etlichen Dopingproblemen über ein Jahrzehnt lang

Regensburg, 4. Juli 2016 (orv) -Justin Gatlin präsentiert sich fünf Wochen vor den Olympischen Sommerspielen in Rio bereits in starker Form. Der 34-Jährige gewann am Sonntag (Ortszeit) bei den US-Meisterschaften in Eugene, Oregon die 100 Meter in Weltjahres-Bestzeit von 9,80 Sekunden. Am 29. Juli 2006 gab Gatlin selbst eine positive A-Probe auf Testosteron bekannt. Der positive Dopingbefund wurde bei einem Staffelrennen am 22. April 2006 in Kansas festgestellt. Die A-Probe wurde von der B-Probe bestätigt. Gatlin wurde bereits während der Junior National Championships 2001 positiv auf Amphetamine getestet. Die daraufhin verhängte zweijährige Wettkampfsperre wurde vom Leichtathletik-Weltverband IAAF nachträglich auf ein Jahr reduziert, da er geltend machte, dass die Einnahme von Medikamenten zur Behandlung eines Aufmerksamkeitsdefizits als Kind das positive Testergebnis verursacht hätte.

 Somit hätte ihm als Wiederholungstäter eine lebenslange Sperre gedroht. Er einigte sich jedoch mit der United States Anti-Doping Agency darauf, zur Aufklärung des Falles beizutragen und insbesondere als Kronzeuge gegen seinen schon länger als verdächtig geltenden Trainer Trevor Graham auszusagen, woraufhin die Sperre am 22. August 2006 auf acht Jahre (bis einschließlich 24. Juli 2014) reduziert wurde. Außerdem wurden sämtliche Wettkampfergebnisse Gatlins seit der positiven Dopingprobe annulliert, so dass er auch den Weltrekord über 100 Meter verlor. Gatlin erwirkte eine Halbierung seiner Wettkampfsperre auf vier Jahre bis Juli 2010. (Quelle Wikipedia)

Justin Gatlin will uns glauben machen, dass man als 34-Jähriger, jetzt blütenrein sauberer Athlet, abgeschworen von jeglichen Dopingpraktiken, genauso schnell laufen kann wie im Hochleistungsalter eines vielleicht 25-jährigen Sprinters. Warum dopen Athleten dann überhaupt – oder ist doch alles ganz anders?