92 Leichtathleten fahren zu den Olympischen Spielen nach Rio

Kock13 EM2016 KiefnerfotoRegensburg, Darmstadt, 12. Juli 2016 (orv/leichtathletik.de)  - Der Deutsche Olympische Sportbund hat am Dienstag in seiner dritten Nominierungsrunde die letzten Leichtathletik-Startplätze für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (Brasilien; 12. bis 21. August) vergeben. Das Leichtathletik-Team wird demnach 92 Athleten umfassen. Darunter befinden sich 4 Athleten/Innen der LG Telis Finanz. Nach den bereits Ende Mai nominierten Marathonläufern Anja Scherl und Philipp Pflieger wurden nun auch 5000m-Mann Florian Orth und völlig überraschend die EM-Sechste über 1500m Maren Kock benannt. Die Regensburgerin rutschte im letzten Moment noch über eine Quotenregelung ins Team.

Die Nachricht von der vierten Nominierung für Maren Kock schlug im Regensburger Lager wie eine Bombe ein. "Ich bin absolut sprachlos und das bin ich eigentlich nie. So recht glauben mag ich es noch gar nicht, aber es steht schwarz auf weiß bei leichtathletik.de. Ich kann dem DLV zum absoluten Umdenken seit dem letzten Spätherbst nur gratulieren", stellte ein völlig verblüffter Telis-Teamchef nach Erhalt der freudigen Nachricht fest. Das IOC hält sich das komplizierte Nominierungshintertürchen vor, um die gewünschte Teilnehmerzahl für die entsprechenden Wettbewerbe zu erreichen. Nutznießer dieser Regelung ist auch Langhürdler Tobias Giehl von der LG Stadtwerke München und Diana Sujew (LG Eintracht Frankfurt) als dritte deutsche 1500m Läuferin nach Konstanze Klosterhalfen (LG Bayer Leverkusen) und Maren Kock.

"Für die Leichtathletik in Regensburg sind die vier Nominierungen ein historischer Quantensprung, für mich ein hundertprozentiges Ergebnis in einer hektischen und extrem schwierigen Vorbereitungszeit", sagt Ring weiter, "das alles wird in der Zukunft nur noch schwer zu toppen sein." Dramatisch aus Sicht der betroffenen Athletinnen war die Nominierung bei den Speerwerferinnen."Der Nominierungsvorschlag an den Deutschen Olympischen Sportbund im Speerwerfen der Frauen war sehr schwierig. Nach Abwägung aller Leistungsparameter und umfangreichen Diskussionen im Bundesausschuss Leistungssport hat der Deutsche Leichtathletik-Verband sich letztlich entschieden, Christina Obergföll an Stelle von Katharina Molitor für die Olympiamannschaft vorzuschlagen", sagte Cheftrainer Idriss Gonschinska.

"Allen Beteiligten war klar, dass die Entscheidung, egal für wen sie getroffen wird, von hoher Tragik für die nichtnominierte Athletin ist. Luxusprobleme im Nominierungsprozess sprechen zum einen für ein sehr hohes Leistungsniveau in dieser Disziplin, führen aber zum anderen zu sehr schweren Entscheidungen. Wir hätten uns gewünscht, statt der möglichen drei alle vier Weltklasse-Athletinnen in Rio im Team zu haben." Hier geht's zum Nominierungsartikel mit der Liste der nominierten Athleten/Innen auf leichtathletik.de ...