Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen

Regensburg, 4. Juni 2016 (Reng) - Am liebsten hätten wir die beiden natürlich zusammen im Rennen über 1500 Meter gesehen – Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen, die jungen Wilden der deutschen Laufszene. Nun hat sich Konstanze allerdings dazu entschieden, in Regensburg die 800 Meter in Angriff zu nehmen. Doch einmal abgesehen davon, sind sie und Alina jenseits der Laufbahn unzertrennlich: „Alina hat so eine fröhliche Art, sie kann einen auch noch kurz vor der Startlinie zum Lachen bringen“, meint Konstanze. „Vor dem Startschuss ist sie immer sehr nervös, aber sobald es losgeht ist sie mental und körperlich voll da und zaubert ihre Leistung auf die Bahn“, meint Alina dagegen anerkennend, „außerdem stellt sie sich niemals in den Vordergrund!“ Das stimmt nicht ganz, denn mit ihrer phänomenalen Rio-Qualifikation setzte Konstanze in den letzten Wochen ein dickes Ausrufezeichen. Und da Alina ihr in dieser Art des sportlichen Ausrufezeichens in nichts nachsteht, freuen wir uns schon jetzt auf zwei strahlende Gesichter im Unistadion – beim Zieleinlauf, genauso wie jenseits der Laufbahn.

Meeting-Direktor Kurt Ring sieht sie am Scheideweg

Regensburg, 4. Juni 2016 (MZ/Wotruba) - Es begab sich im Jahr 2006. Ganz Deutschland war ein Sommermärchen. Niemand traute sich damals, dem Fußball die Stirn zu bieten. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) tat sich schwer, einen Ausrichter für die Europacup-Qualifikation zu finden. Regensburg aber hob die Hand und hatte fortan eine Vorzeige-Veranstaltung, die von der sportlichen Güteklasse ihresgleichen in der Oberpfalz sucht. Zehn Jahres ist das jetzt her: Und auch 2016 ist Feld wieder proppenvoll, das stets eine Mischung aus Breite und Spitze darstellt. „Ich bin zufrieden“, sagt Turnierdirektor Kurt Ring. „Ich bin mir sicher, wir sehen hier wieder an die 20 Olympia-Fahrer.“ Hier geht's weiter bei der MZ ...

Christian Blum

Regensburg, 4. Juli 2016 (Reng) - Dass am Sonntag alle deutschen Top-Sprinter über die 100 Meter-Distanz in Regensburg an den Start gehen, steht fest. Dass auch die internationale Konkurrenz ein Wörtchen mitreden will, ist ebenfalls gewiss. Was dagegen noch völlig offen ist: In welche Richtung eigentlich gelaufen wird. „Die Rückenwindgarantie ist sehr wichtig für uns“, bestätigt Christian Blum, der nicht zuletzt deswegen die Bedingungen der Sparkassen-Gala zu schätzen weiß: „Das Rennen wird so ein wirklicher Test auf sehr hohem Niveau und es macht natürlich Spaß, sich gegen alle zu messen.“ Nicht zuletzt auch gegen Julian Reus, dem zuletzt kein deutscher Sprinter das Wasser reichen konnte und der bereits in der Vorwoche mit einer Zeit von 10,18s überzeugen konnte. „Mein erster Testwettkampf in Clermont war mit einer Zeit von 10,31s auch gut, ich kann mich nicht beschweren“, erklärt Christian Blum, „am ehesten kann Julian Reus aber wahrscheinlich noch Roy Schmidt gefährlich werden. Mein Fokus liegt dagegen ganz bei mir.“

Tobias Potye

Regensburg, 3. Juni 2016 (Reng) - „Ich hoffe, Eike kommt am Sonntag!“ Die Vorfreude ist Tobias Potye anzuhören. Schon seit er vor vielen Jahren mit der Leichtathletik begonnen hat, ist ihm der Hochspringer Eike Onnen bestens bekannt. Mittlerweile ist Tobias 21 Jahre alt und selbst in der deutschen Hochsprung-Elite angekommen. „Ich vermute, Eike kennt mich seit den vergangenen Jahren auch“, lacht er. In den letzten Monaten hatte Tobias allerdings mit Verletzungspech zu kämpfen und konnte erst im März wieder ins Training einsteigen: „Vermutlich werde ich Eike im Kampf um den Sieg noch nichts entgegensetzen können“, befürchtet er - der Vorfreude auf ein erneutes Treffen mit seinem großen Vorbild tut dies aber selbstverständlich keinen Abbruch.

Mit mehr Kraft, Schnelligkeit und Schnelligkeitsausdauer hat man den Schlüssel

© Lothar Pöhlitz - 3. Juni 2016 - Mittelstreckler dürfen das 400m-Training nicht länger unterschätzen, wenn sie in die Spitze wollen. Aber auch 5000m-Spezialisten sollten sich Gedanken machen, wenn die besten Läufer in Rennen die letzten 400 m in 51 bis 53 Sekunden laufen können. Das Trainingsziel für die wichtige Unterdistanz sollte sich an der Formel 400 m = 2 x 200 m + 3,5-4 Sekunden orientieren und wird für Läufer am besten von der jeweiligen Streckenbestleistung (Renntempo) abgeleitet. Das bedeutet, dass Spitzenläufer jährlich in ihrem Schnelligkeitsausdauertraining (SA) gleichermaßen für die Strecken 100 m, 200 m und 300 m neue persönliche Bestleistungen anstreben sollten, wenn die zum Jahreshöhepunkt benötigte 400m-Leistungsfähigkeit eine der Voraussetzungen besonders für den 800m-Erfolg sein soll. Hier geht's weiter ...

Denise Krebs

Regensburg, 3. Juni 2016 (Reng) - „Ich fühle mich super fit und würde gerne die EM-Norm, wenn nicht gar schon die Olympia-Norm schaffen!“ – wenn man Denise Krebs so sprechen hört, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich auf ihren Start über 1500 Meter bei der Sparkassen-Gala zu freuen. Auch sie fiebert dem Rennen schon entgegen, denn dort stößt sie auf geradezu alle deutschen Läuferinnen, die auf dieser Distanz Rang und Namen haben. Da ist eine optimale Vorbereitung natürlich das A und O: „Ich höre vor dem Wettkampf gerne Musik, um mich zu pushen“, erklärt sie. Am besten funktioniert das bei ihr übrigens mit „Born this way“ von Lady Gaga. Vielleicht kann unser Stadion-DJ da ja mithelfen…

Welche Konsequenzen haben sie russischen Skandale?

Berlin, 3. Juni 2016 (Reinsch/FAZ) - Welche Konsequenzen haben sie russischen Skandale? Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping Agentur, fordert den Olympia-Ausschluss – und weitere Maßnahmen sollen folgen. Hier geht's weiter bei der FAZ ...

Bei der Sparkassen Gala soll die 1500-Meter-Norm für die Regensburger Läuferin fallen

KockOrth2 DM15 SchaakefotoRegensburg, 3. Juni 2016 (Wotruba/MZ) - Wer in die Damaschke-Apotheke in der Schillerstraße in Lingen geht, dem kann es schon mal passieren, dass er seine Kopfschmerztabletten von Maren Kock über den Ladentisch gereicht bekommt. Die 25-Jährige arbeitet 15 Stunden die Woche als Pharmazeutisch-Technische Assistentin, besser bekannt in der Kurzform PTA. „Das passt. Ich brauche das als Ausgleich“, sagt die Leichtathletin, die seit Jahren das blaue Trikot der LG Telis Finanz Regensburg anzieht und inzwischen auf europäischer Ebene diverse Auftritte hatte. Hier geht's weiter bei der MZ ...

Nadine Hildebrand

Regensburg, 2. Juni 2016 (Reng) - 12,79 Sekunden dauerte es, bis Nadine Hildebrand bei ihrer Saison-Eröffnung in Weinheim über 100 Meter Hürden im Ziel war – also nicht sehr lange. „Ich hatte ehrlich gesagt nicht mit einer so schnellen Zeit gerechnet“, gesteht sie. Nach einer etwas holprigen Wintersaison, halfen ihr zwei Trainingslager, um rechtzeitig für den Sommer in Form zu kommen. „Wenn in Regensburg die Bedingungen so gut sind wie in Weinheim, möchte ich meine Leistung bestätigen“, erklärt sie. Und die Chancen stehen nicht schlecht: Wer regelmäßig in Regensburg zu Gast ist, weiß, dass Nadine sich auf das traditionelle Gala-Wetter verlassen kann – und dann steht ihrem Vorhaben wahrlich nichts mehr im Wege!

Kommentar von Thomas Kistner in der Süddeutschen Zeitung

München, 2. Juni 2016 (Kistner/SZ) - 55 Betrüger in Peking und London sind nur die Spitze des Eisbergs: Massiv gedopt wird bekanntlich in den Monaten vor Olympischen Spielen. Das IOC nimmt den Anti-Doping-Kampf nicht ernst. Hier geht's weiter auf den Seiten der SZ ...

Sebastian Keiner

Regensburg, 2. Juni 2016 (Reng) - Dass in diesem Jahr die Uhren ein wenig anders ticken, weiß auch Sebastian Keiner: Olympia steht vor der Tür und damit die altbekannte Jagd nach den Normen, um sich für eine Teilnahme bei den Spielen in Rio zu qualifizieren: „Das zehrt nach einiger Zeit natürlich an den Kräften“, gesteht der 1500 Meter-Läufer, „gerade deswegen stehen für mich am Anfang dieser Saison definitiv Lockerheit und Spaß im Vordergrund!“ Bei der Sparkassen-Gala wird er deshalb einen ersten Versuch in Richtung der geforderten Zeit von 3:35,50min starten, will sich aber auch nicht zu stark unter Druck setzen: „Ich bin fit“, erklärt er, „und zufrieden bin ich, wenn ich am Sonntag alles geben konnte und mit einem cleveren sowie entspannten Lauf überzeuge.“

Athleten/Innen aus 31 Nationen und von allen Erdteilen am Start

100m M Sparkassen Gala 1703Regensburg, 2. Juni 2016 (orv) – Die Laufnacht der LG Telis Finanz und die Sparkassen Gala tags darauf im Regensburger Uni-Stadion ist in diesem Jahr internationaler denn je. Athletinnen und Athleten aus 32 Nationen von allen Kontinenten dieser Erde werden am Start sein und den Charme unserer zweitausend Jahre alten Stadt in die ganze Welt hinaustragen. MZ-Sportredakteur Claus-Dieter Wotruba hat das Meeting einmal das sportlich wertvollste der Stadt genannt. Wir als Veranstalter möchten uns diesen Schuh nicht anziehen und die Einordnung lieber anderen überlassen. Die „Rengschburga“ selbst haben die Leichtathletik auf so hohem Niveau noch nicht so recht entdeckt. Die Zuschauerzahlen hätten all die vergangenen Jahre höher sein dürfen. Wer mal da war, findet Laufen und Springen live absolut faszinierend. Vielleicht war das sommerliche Biergartenwetter der vergangenen Jahre schuld daran. In diesem Jahr soll das Wetter durchwachsen sein. Wetter.de schreibt: 20-22 Grad bei leichtem Nordwestwind, Schiebewind „normal“ also für die Sprinter und vor allem für den 200m Lauf. Die Startkurve liegt dann meist im Windschatten und ist windstill.

Von Athleten für Athleten heißt der Leitspruch

HelferSparkassen Gala KiefnerfotoRegensburg, 2. Juni 2016 (orv) – Sie wollten es ihrem alten Coach nicht mehr antun, dass er am Ende der „Marathon“veranstaltung Laufnacht und Gala wie ein weidwund geschossener Keiler auf der Gegengeraden herumtigert, um die eine oder andere Hürde noch von der Bahn zu retten und dann schon mal einen Hindernisbalken erwischt, bevor noch der letzte Läufer drüber war. Es ist keine Respektlosigkeit, dass seine Athlet/Innen beschlossen haben, Kurt Ring, Leichtathletik-Tausendsassa an solchen Tagen, entlasten zu wollen. Es ist ihnen eine Verpflichtung gewesen, trotz eigener Starts in diesen Tagen kräftig hinzulangen und große Teile der Organisation in die eigenen Hände zu nehmen. „Davor ziehen wir unseren Hut, bedanken uns herzlich und sind mächtig stolz auf unsere Sportler, die am Gala-Wochenende keinen Unterschied zwischen Olympiastarter und Leichtathletiknovize machen werden“, sagen unisono Meeting-Direktor Kurt Ring und LG-Präsident Norbert Lieske zur neuen Situation.

Martin Grau

Regensburg, 2. Juni 2016 (Reng) - Einen Auftritt von Hindernis-Mann Martin Grau wird es in diesem Jahr wohl nicht zu sehen geben: „Wir haben uns gegen einen Start entschieden“, erklärt er. Stattdessen wird er sich selbst unter die Zuschauer mischen und das Geschehen von der Tribüne aus beobachten. Ganz besonders interessieren ihn dabei die 400 Meter Hürden der Männer: „ Ich habe im Trainingslager in Südafrika öfter mit den Jungs zu tun und konnte auch den Einstiegswettkampf in Potchefstroom live verfolgen. Einen Sieger-Tipp möchte ich da gar nicht ausmachen. Ich wünsche mir einfach ein schnelles Rennen mit packenden letzten 100 Metern!“ Für das Hindernis-Rennen legt er sich dagegen klar auf Felix Hentschel und Tim Stegemann als Favoriten fest, „am Ende denke ich aber, dass hier Tim die Nase vorne hat“ – es bleibt spannend, ob der Experte Recht behält!

Benedikt Huber – 800m

Huber1 Mannheim15 KiefnerfotoRegensburg, 1. Juni 2016 (Reng) - Es ist gerade einmal drei Wochen her, dass sich Benedikt Huber beim Regensburger Rolf-Watter-Sportfest in einer Zeit von 1:52,89min den Siegerpokal über die 800 Meter gesichert hat. Dieses Kunststück möchte er nun bei der Gala an selber Stelle wiederholen - nur diesmal noch schneller und vor noch größerem Publikum. Mutig erklärt er: „Das Ziel ist eine 1:46er-Zeit, also Bestzeit. Das Rennen zu gewinnen wird diesmal sicher schwierig, es ist ja starke Konkurrenz am Start“. Dann fügt „Bene“ aber noch lachend hinzu: „Seit meinem Vereinswechsel zur LG Telis Finanz ist die Gala für mich ja ein Heimrennen. Da werde ich natürlich alles für einen Sieg geben!“