Vier Telis-Junioren gehen in die Cross-EM Qualifikation in Pforzheim

Koller-Fischer1 DM-Cross13 KiefnerfotoRegensburg, 4. November 2013 (orv) –  Kaum ist die alte Saison zu Ende, lässt die neue schon wieder grüßen. Kalendarisch gehören die diesjährigen Cross-Europameisterschaften am 8. Dezember in Belgrad zwar noch zum alten Jahr, die Athleten selbst stecken aber schon seit einigen Wochen in den Saisonvorbereitungen für 2014. Da kommen die europäischen Titelkämpfe kurz vor Weihnachten als erster großer Härtetest gerade recht. Zuvor muss man sich aber dafür qualifizieren. Von der LG Telis Finanz werden am 9. November gleich vier U23 ins erste Qualifikationsrennen beim Sparkassen Cross in Pforzheim geschickt. Jonas Koller, Moritz Steininger, Valentin Unterholzner und Fabian Alraun kämpfen dort über schwere 8km gegen den Rest Deutschlands mit Tom Gröschel (Rostock) und Hendrik Pfeifer (Wattenscheid) an der Spitze.


Zumindest Koller, Steininger und Unterholzner sind keineswegs chancenlos im Kampf um die sechs Startplätze für Belgrad. Eigentlich sind es nur fünf, weil der 1500m WM-Fünfte Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) praktisch gesetzt ist. Er startet genauso wie die Regensburger Corinna Harrer, Maren Kock und Philipp Pflieger in der deutschen Marathon-Ekiden-Staffel am 23. November im japanischen Chiba. Geben die Vier in Fernost eine akzeptable Leistung ab, können sie automatisch für die EM nominiert werden.

Vor allem Jonas Koller, der deutsche U23-Vizemeister des Frühjahrs ist derzeit in einer blendenden Verfassung, aber auch Moritz Steiniger hat seine Magen- und Darmerkrankung von Oktober wieder überwunden. Ein Valentin Unterholzner schwebt sowieso schon seit Monaten auf Wolke sieben. Dem ist auch im Cross vieles zuzutrauen. Lediglich Fabian Alraun, seines Zeichens eh kein ausgesprochener Liebhaber des tiefen Geläufs, hat noch Trainingsrückstände nach einer langen Verletzungspause im Sommer. Der DM-Sechste von Dornstetten, Jonas Fischer, hat nach einer Wadenverletzung erst wieder diese Woche mit dem Training begonnen und fehlt in Darmstadt. Begleitet werden die Vier von Christophe Chayriguet, Telis-Assistenztrainer, der sich im Männerrennen auch noch mal die Spikes schnüren will.

Ebenso fehlen wird Thea Heim, die deutsche U23-Meisterin über 1500m. Im Vorfeld hatten sich Thea Heim und ihr Heimtrainer Norman Feiler gute Chancen für einen Start in Belgrad ausgerechnet. Im ersten Trainingslager Ende September lief es blendend. Dann stürzte die junge Regensburgerin unverschuldet im Wald auf’s Knie. Somit war der Traum eines ersten EM-Starts ausgeträumt und eine vierwöchige Verletzungspause folgte. Inzwischen hat sie mit dem Laufen wieder begonnen, Pforzheim ist für sie aber genauso wie die zweite Qualifikation am 24. November in Darmstadt leider kein Thema mehr.

Einer aus dem starken Telis-Männer-Team hofft ebenso auf einen Start. Julian Flügel muss aber internationale Qualitäten nachweisen. Wenn er am 24. November im holländischen Tilburg in einer bereinigten europäischen Reihung – also ohne Ostafrikaner und Nicht-Europäer – unter den besten zehn Athleten ist, kann ihn der Bundestrainer für die EM nominieren. Da sich derzeit vielleicht sogar ein deutsches Männer-Team abzeichnet, stehen die Chancen dafür nicht schlecht.