Nancy Randigs Hammer fliegt mit 57,42m auf den Bronzerang

SchwabCorinna1 U23 DM19 KiefnerfotoWetzlar, 16. Juni  2019 (orv) – Für die einzigen Regensburger Medaillen bei den Deutschen U23 Meisterschaften in Wetzlar sorgten Langsprinterin Corinna Schwab (LG Telis Finanz Regensburg), die nach einem völlig verpatzten 400m-Vorlauf auf die halb so lange Strecke umsattelte und am Ende über 200m Silber mit 23,86sec hinter Favoritin Sophia Junk (LG Rhein-Wied – 23,55sec) nach Hause lief und Hammerwerferin Nancy Randig (SWC Regensburg), die mit 57,42m als U20-Athletin im U23er Feld Bronze schaffte. Die von Gerhard Priemer betreute Werferin macht sich nun Hoffnungen auf einen Einsatz bei den U20-Europameisterschaften im schwedischen Boras. Für das Telis-Talent bleibt der Weg zu den U23-Europameisterschaften in Gävle innerhalb der Staffeln noch offen, weil die bisher in 2019 erzielten 23,77sec über 200m noch unterhalb der deutschen Norm (23,45sec) liegen. Beide Athletinnen haben ihre Ausscheidung bei der Junioren Gala in vierzehn Tagen in Mannheim. Sprinterin Kathrin Fehm (ESV Amberg) hatte genauso wie Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) auf der Mittelstrecke auf einen Start in Wetzlar verzichtet.

Nachdem sich der erste Tag der Deutschen U23-Meisterschaften in Wetzlar für Corinna Schwab im 400m Vorlauf erneut zum Katastrophentag entwickelt hatte, weil sie „viel zu langsam angegangen war“ und es am Ende nur zu Platz zwei in 55,38sec gereicht hatte – gleichbedeutende mit nur einem Platz im B-Endlauf – machte die junge Regensburgerin aus der Not eine Tugend, erinnerte sich an ihr Sprintvermögen, verzichtete auf das B-Finale und setzte einen Tag später alles auf die 200m Karte. Den Vorlauf überstand sie mit 24,10sec als souveräne Siegerin und Zweitschnellste aller 200m Aspirantinnen. Schneller war nur Sophie Junk von der LG Rhein-Wied mit 23,83sec. Die holte sich drei Stunden später auch den Titel in überzeugender Manier. Corinna Schwab hielt aber die Dritte, Synthia Oguama (TV Wattenscheid 01 – 23,95sec), sicher in Schach. Damit hat sich die junge Telis-Athletin wieder selbst aus ihrem ganz persönlichen Leistungssumpf herausgezogen. Mannheim, in vierzehn Tagen wird zeigen, wohin der Weg für Corinna Schwab in dieser Saison noch geht.

Für Nancy Randig verlief das Hammerwurf Finale beinahe optimal. Am Ende standen 57,42m zu Buche, mit denen sie ganz sicher das Siegerpodest auf dem Bronzeplatz eroberte. „Es hätte schlechter laufen können“, meinte die SWC-lerin nach dem Wettkampf, „an meine Bestleistung bin ich nicht ganz rangekommen. Trotzdem bin ich stolz auf die Medaille, zumal ich als U20-Athletin ja eine Altersklasse höher bei der U23 gestartet bin.“ „Ihre“ nationalen Titelkämpfe sind erst nach dem insgeheim angestrebten persönlichen Saisonhöhepunkt Ende Juli in Ulm. Nancy Randig will nämlich zu den U20-Europameisterschaften, die vom 18. bis 21. Juli im schwedischen Boras stattfinden. Ob es damit etwas wird, „hängt ganz von meiner Vorstellung bei der Junioren Gala in Mannheim (29./30. Juni) ab“. Da muss sie unter den besten drei deutschen U20-Werferinnen sein. Die Norm hat sie schon in der Tasche und in der laufenden Saison schaut’s auch ganz gut aus: Hinter der in Wetzlar auf dem Silberrang platzierten Samantha Borutta (TSG Mutterstadt – 60,95m) schälte sich die Regensburgerin stets als Nummer zwei ihrer Altersklasse heraus. Deutsche U23 Meisterin in Wetzlar wurde die einzige wirkliche U23-Athletin von Rang und Namen, Michelle Döpke (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 61,18m.