pfliegerSportlicher Werdegang

Philipp kam nach dem Abitur nach Regensburg zum Studieren und Laufen. Er hatte vom neuen Athletenhaus gelesen und wollte unbedingt zu einer starken Laufgruppe. Hier in Regensburg entwickelte sich der Regensburger prächtig, hat inzwischen sein Politik-Studium abgeschlossen, sich in der Fern-Uni Ansbach für BWL eingeschrieben und will 2016 auf der Marathon-Strecke in Rio olympische Luft schnuppern. 2009 wurde er Siebter der U23-Europameisterschaften über 5000m, im gleichen Jahr auch nationaler U23-Titelträger über 5000m und über 10.000m. 2010 fiel er wegen eines gebrochenen Fußes total aus. 2012 schaffte er neben zwei deutschen Männertiteln (10.000m und 10km) auch die Teilnahme bei den Europameisterschaften in Helsinki und belegte dort Platz 15. 2013 erfolgt nach vier zweiten Plätzen bei den verschiedenen Deutschen Meisterschaften (Cross, 10.000m, Halbmarathon und 5000m) und einer Teilnahme beim 10.000m Europacup in Bulgarien (17.) der Umstieg auf die noch längeren Straßendisziplinen.

Inzwischen ist Philipp Laufprofi und nach einem misslungenen Marathondebüt 2014 in Frankfurt bei dem er nicht ins Ziel kam, gelang ihm ein nahezu perfektes Rennen ein knappes Jahr später beim Berlin-Marathon 2015. Die dort gelaufenen 2:12:50h waren schließlich das Ticket zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016, wo er als bester Deutscher auf Platz 55 ins Ziel kam. Auch bei der EM in Amsterdam, im Vorfeld der Olympischen Spiele, vertrat er die deutschen Farben im Halbmarathon. 2017 war rückblickend ein Seuchenjahr. Zwar wurde Philipp im März noch Deutscher Cross-Meister auf der Langstrecke musste dann aber im April aufgrund einer Oberschenkelverletzung kurzfristig seinen Start beim Hamburg-Marathon absagen. Beim Berlin-Marathon im September lag er bis kurz vor Kilometer 35 auf Bestzeitkurs ehe er zwischen Kilometer 39-40 aufgrund von Kreislaufproblemen das Rennen aufgeben musste. 2018 wiederholte er seinen Erfolg auf der Cross-Langstrecke und lief im Frühjahr auch zweimal Halbmarathonbestzeit, die nun bei 1:03:14h steht. Beim Hamburg-Marathon im April qualifizierte er sich mit 2:13:39h als bester Deutscher für die Heim-EM in Berlin. Zwei Monate später lief er mit 28:41,75min die drittschnellste deutsche Zeit über 10.000m und bot sich bei der EM im August zu einem Doppelstart an. Dies wurde ihm allerdings vom DLV verwehrt. Leicht angeschlagen in den EM-Marathon gestartet wurden die Probleme mit der linken Achillessehne im Rennverlauf so stark, dass er bei Kilometer 33 aus dem Rennen ausscheiden musste. Nach einer anschließenden verletzungsbedingten Auszeit begann Philipp im Herbst - gesund und erholt - die Vorbereitungen auf die Saison 2019 und den Angriff auf die Olympiatickets für Tokio 2020.

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