Die Regensburger 3.000m Challenge haucht Laufveranstaltungen wieder Leben ein

Fehm1 3000m Challenge2020 KiefnerfotoRegensburg, 4. Juli  2020 (orv) – Als Simon Boch auf der Sportanlage am Oberen Wöhrd um kurz vor halb Zehn abends mit der deutschen Jahresbestleistung von 7:56,87 Minuten einer rundum gelungenen ersten Laufveranstaltung nach einer langen Wartezeit von fast vier Monaten die Krone aufgesetzt hatte, war endlich klar, das Läufer ihren Sport durchaus mit entsprechenden Respekt gegenüber den gebotenen Coronaregeln im Wettkampf ausüben können. „Die Sportler haben uns nicht im Regen stehen lassen, selten haben wir für die Austragung eines unserer Meetings so viel Lob und Dankbarkeit entgegennehmen dürfen, wie an diesem Tag“, zeigte sich LG-Präsident Norbert Lieske beeindruckt von der zahlreich vertretenen Lauffamilie aus ganz Deutschland. Den Umständen geschuldet sahen natürlich nur die jeweiligen Teamkollegen und Betreuer/Innen dann auch Laufsport vom Feinsten, angefangen mit den ausgezeichneten Sprintdoubletten der beiden Telis-Asse Katrin Fehm und Samuel Werdecker, die mit ihren 17,85 und 39,18 beziehungsweise 16,52 und 34,28 Sekunden unangefochten vorne lagen. „nach vielen Monaten bin ich wieder zurück. Ich bin total happy“, jubelte die Neu-Regensburgerin.

 

Über 1.000m düpierte der junge Tom Jäger (TSV Penzberg) mit guten 2:27,77min ausgerechnet im Schlussspurt Altmeister Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg -2:28,35min). Über Platz vier freute sich Teamkollege Sebastian Gleißl (2:29,79min). Bei den Frauen setzte hier Elena Burkard (LG farbtex Nordschwarzwald) mit beachtlichen 2:43,91min das Highlight. Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) gewann über 800m mit 2:09,47min. Ab 18 Uhr standen dann die Namen gebenden 3.000m im Mittelpunkt der satten sechs Stunden lang dauernden Veranstaltung. Das Beste kam ganz zum Schluss. In einem faszinierenden Rennen spurtet der derzeitge nationale Überflieger Simon Boch von der LG Telis Finanz in der letzten Runde den lange Zeit führenden Berliner Johannes Motschmann (SCC – 7:59,87min) nieder, blieb erstmals unter acht Minuten und zog dabei seine dahinter leidenschaftlich kämpfenden Teamkollegen Konstantin Wedel (5./8:05,90min), Tim Ramdane Cherif (7./8:08,06min), Kevin Key (11./8:17,52min) und Dominik Notz (12./8:18,62min) zu eklatanten neuen Hausrekorden innerhalb eines illustren Verfolgungspulkes, gespickt mit Topläufern aus der nationalen Spitze.

Nicht lumpen ließen sich auch die Damen. Dort siegte Vera Hoffmann (LC Rehlingen – 9:12,27min), vor der Fürtherin Kerstin Hirscher (LAC Quelle – 9:13,26min) und Lea Meyer (VfL Löningen – 9:20,54min). Trotz eines vierten Platzes in 9:22,72min war Lokalmatadorin Meni Mayer restlos zufrieden. Zwischen zwei für mich sehr wichtigen 10.000m Läufen konnte ich für die 3.000m wenig tun, habe aber meine persönliche Bestzeit trotzdem noch um zwei Sekunden steigern können.“ Teamkollegin Svenja Ojstersek war mit ihren 9: 47,43min auch wieder auf dem aufsteigenden Ast. „Es ist natürlich immer schwierig, sich um die eigene Veranstaltung zu kümmern und dann noch zwanzig Schützlinge aus dem eigenen Lager betreuen zu wollen. Schon gerade deshalb ziehe ich meinen Hut vor meinen Mädels und Jungs, weil wieder viele aus unserem Team Bestzeit gelaufen sind“, fasste am Ende Telis-Teamchef Kurt Ring das Geschehen aus seiner Sicht zusammen. „Der Lauf lebt wieder. Das macht Lust auf mehr. Schon am nächsten Samstag bietet sich an gleicher Stelle mit dem Mittsommerlauf und sage und schreibe vier 10.000m Rennen die beste Gelegenheit dafür.“