Am Samstag wird der Mittsommerlauf ganz im Zeichen der Langstreckler stehen

DattkeRehGehring Mitsommerlauf2018 BruesselfotoRegensburg, 8. Juli  2020 (orv) – Vier 10.000m Läufe, noch dazu mit nationaler Spitze gespickt, gibt es bei Meetings selten. Am kommenden Samstagabend wird das in Regensburg auf dem Oval der Städtischen Sportanlage am Oberen Wöhrd Realität. Der Mittsommerlauf hat Deutschlands Läuferinnen und Läufer auf der längsten Bahndisziplin wie ein Magnet angezogen. „ Die Hütte ist voll, etwas mehr als 100 Athleten verteilen sich auf vier proppenvolle 10.000m Rennen“, sagt Organisationsleiter Kurt Ring dazu. Der Höhepunkt wird wieder ganz am Ende sein, wenn Punkt 22 Uhr im A-Lauf die besten Männer auf Bestleistungsjagd gehen werden. Mit am Start wird dann auch Lokalmatador Simon Boch sein, der Ende Juni in der Schweiz mit 28:31,94 Minuten eine deutsche Jahresbestleistung vorlegte. In Regionen, in denen der Telis-Mann derzeit läuft, ist jedoch fast zu erwarten, dass er schon bei Streckenhälfte seine Runden alleine an der Spitze drehen muss. „Langsamer zu laufen, mag vielleicht auf den ersten Kilometern eine Option, dann habe ich einfach den Ehrgeiz, möglichst viele im Lauf zu überrunden“, erwähnt der 26-Jährige so am Rande, will aber dabei nicht, dass dies überheblich rüberkommt. Auch bei den Frauen dürfte von den Schöneborn-Zwillingen Deborah und Rabea im Verbund mit den beiden Telis-Assen Anja Scherl und Domenika Mayer eine Attacke auf die 33.00-Minuten-Schallmauer erfolgen. Leider fehlt die U23-Vize-Europameisterin Miriam Dattke wegen einer Verletzung immer noch. „Wir haben uns entschlossen, in diesem Jahr keine Sommersaison mehr anzugehen, um alle kleinen Wehwehchen mal konsequent auszukurieren“, kommentiert die Regensburgerin ihr erneutes Fehlen. Auf der vorher stattfindenden 800m Distanz will sich der dreimalige Deutsche Meister Benedikt Huber auf seiner Spezialstrecke nicht wieder erneut die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr.

 

„Wir haben für die Austragung unserer 3.000m Challenge am vergangenen Samstag von den anwesenden Athleten und Vereinsbetreuern ungewöhnlich viel Lob und Anerkennung ausgesprochen bekommen. Wir möchten dieses Lob an unsere Gäste zurückgeben. Den Corona-Vorschriften entsprechend haben sie sich bei der Challenge mustergültig verhalten. Wir hoffen natürlich, dass es am kommenden Samstagabend auf unserer Hausbahn genauso ablaufen wird“, gibt sich LG-Präsident Norbert Lieske optimistisch, dass auch der Mittsommerlauf reibungslos über die Bühne gehen wird. Natürlich gibt es im Hauptwettbewerb nicht nur einen Simon Boch alleine. Hinter ihm stehen mit den Teamkollegen Dominik Notz und Tim Ramdane Cherif, Thorben Dietz von der LG Filstal, Kilian Schreiner vom ASC Breidenbach und Simon Stützel von der LG Region Karlsruhe Topläufer in der Nennliste, die an einem guten Tag durchaus Richtung einer knappen 28er-Zeit laufen können. Auch Mitku Seboka (LAC Quelle Fürth), Timo Göhler (LAV Stadtwerke Tübingen und die beiden Telis-Langstreckler Kevin Key und Maximilian Zeus können unter 30 Minuten laufen. Bei den Frauen sind neben dem bereits erwähnten Top-Quartett auch schon Svenja Ojstersek (LG Telis Finanz Regensburg) und Lisa Tertsch (ASC Darmstadt) unter 34 Minuten geblieben. Auf den zwei Runden bei den Männern werden der Australier Samuel Blake (LG Stadtwerke München) und der Neuseeländer Rhys Daniel Bishop (SC Ostheim/Rhön), beide in Deutschland studierend, zu Bene Hubers größten Gegnern zählen. Bei den Frauen sollten die beiden bayerischen Top-Jugendlichen Nele Göhl (LG Eckental) und Julia Rath (LAC Quelle Fürth) möglichst mit einer Zeit schneller als 2:10 Minuten den Sieg unter sich ausmachen.