Mit überragenden 52,25sec fehlen am Ende nur 16 Hundertstel zur Medaille
Vierter Platz mit der deutschen 4x400m Staffel als Dreingabe am Sonntag

Mayer Mona1 U23EM21 Foto Jaeger Stephan

Tallinn/EST, 11. Juli 2021 (orv) - „Das 400-Meter-Finale der U23-EM in Tallinn wurde am Samstagabend zur Bestzeiten-Party. Gleich die ersten sieben Läuferinnen stellten neue Hausrekorde auf oder egalisierten diesen. Mittendrin: Mona Mayer. Die Viertelmeilerin der LG Telis Finanz Regensburg ging das Rennen gewohnt offensiv an und musste sich erst auf den letzten Metern im Rennen um die Medaillen geschlagen geben. Als Fünfte mit 52,25 Sekunden fehlten der 19-Jährigen nur 16 Hundertstel zum Bronze-Rang der Schweizerin Silke Lemmens, die neuen U23-Landesrekord lief“, so die Headline auf leichtathletik.de kurz nach Mona Mayers Fabellauf über die Stadionrunde.

 

Die Meldung wurde natürlich bei der beim Watter-Sportfest versammelten Telis-Gemeinde mit großer Begeisterung, ja sogar Verblüffung aufgenommen. Mayer Mentor und Co-Trainer Reinhard Köchl rang sichtbar mit den Tränen und war nach der Übertragung auf seinem  Handy fast am Ende mit seinen Nerven. „Mona Mayer hat in Tallinn Olympiareife für die 4x400m Staffel gezeigt. Ich bin mir aber absolut sicher, dass ihr Traum von den fünf Ringen schon in drei Jahren in Paris noch viel realistischer werden wird“, bemerkte der gemeinsam mit Köchl am Handy mitfiebernde Telis-Teamchef Kurt Ring.

„Mona Mayer hat in Tallinn jedoch nicht die Medaille verloren, sondern einen weiteren großen Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung gemacht“, stellte dann auch leichtathletik.de weiter fest. Nur zur Erinnerung: Erst vor zwei Wochen bei der U23-DM in Koblenz war die Regensburgerin mit 52,79 Sekunden im Vorlauf erstmals unter der 53-Sekunden-Marke geblieben. Nun kam sie bei heißen Temperaturen schon der 52-Sekunden-Marke beachtlich nahe. „Es war superlaut im Stadion. Trotzdem habe ich meine Staffelkolleginnen gehört. Das hat mich super motiviert und ich habe hinten raus richtig gefightet. Ich hätte niemals gedacht, dass ich so deutlich unter 53 Sekunden laufen kann. Aber in einem so schnellen Rennen wird man einfach mitgezogen“, freute sich Mona Mayer über Platz fünf mit Top-Zeit.

Am Schlusstag bringt Mona Mayer dann die deutsche 4x400m Staffel mit 3:30,72min, nur  61 Hundertstel hinter den Gold gewinnenden Tschechinnen, 39 Hundertstel hinter Frankreich auf dem Silberrang und 34 Hundertstel hinter Polen, die Bronze gewinnen, auf Platz vier ins Ziel