LG Telis Finanz entdeckt die Landesmeisterschaften neu

Hirscher Mayer Heckel2 Challenge21 Kiefnerfoto

Regensburg, 12. Juli (orv) -  Am kommenden Wochenende werden die Bayerischen Meisterschaften für die Aktiven- und Jugendklassen schon fast traditionell wieder einmal in Erding stattfinden. Insidern, die sich die Mühe machen, im Vorfeld die Teilnehmerfelder durchzukämmen, werden sich diesmal ein wenig die Augen reiben. Nach mehreren Jahren der mehr oder weniger großen Abstinenz der LG Telis Finanz bei diesen Landesmeisterschaften tauchen in diesem Jahr wieder sehr viele namhafte Athleten*innen dieses Clubs im Favoritenkreis der einzelnen Disziplinen auf. Fragt man deren Teamchef Kurt Ring, erhält man einfache Erklärungen für dieses kleine Phänomen: „Die Bayerischen Meisterschaften am Abschluss einer schwierigen Saison bei den Erwachsenen und quasi unmittelbar als Generalprobe für die vierzehn Tage später stattfindenden Deutschen Jugendmeisterschaften liegen 2021 einfach optimal für uns. Zudem hat sich die LG vom fast ausschließlichen Läuferteam wieder ein wenig in Richtung Vielfalt mit Athleten*innen aus dem Bereich Langsprint und dem Mehrkampf strukturell ein wenig verändert.“

 

Besonders auffällig ist das bei den Frauen. Praktisch ab den 200m gehören die Telis-Athletinnen Mona Mayer (200m), Maike Schachtschneider (400m), Kerstin Hirscher (800m, 1500m), Domenika Mayer (5.000m), Isabel Mayer (100m Hürden, Weit) und Anna-Lena Obermaier (Hoch, Weit) zum engsten Kreis für den Titelgewinn. Dazu kommt im Hammerwurf die dort fast unschlagbare SWC-lerin Nancy Randig. Da bleibt unter Umständen nur noch wenig Gold für die übrigen Bayerinnen übrig. Warum im illustren Kreis ausgerechnet Topläuferin Miriam Dattke fehlt, wird ebenfalls von Ring plausibel abgeklärt: „Miri Dattke ist bereits aus der Saison ausgestiegen, um noch genügend Regenerationszeit bis zum Beginn ihrer erweiterten Marathonvorbereitung Anfang August zu haben.“

Weniger breit aufgestellt sind Telis-Herren. Für die Toplangstreckler Simon Boch, Tim Ramdane Cherif und Kevin Key gilt dasselbe wie für Dattke. Deutschlands derzeit bester 3.000m U23 Läufer Benedikt Brem will in seiner Altersklasse über 5.000m diesmal ernsthaft debütieren, nachdem der Versuch auf dieser Strecke bei der DJM vor zwei Jahren in Ulm kräftig in die Hosen gegangen war und Hindernismann Konstantin Wedel will unter Umständen nochmals die 1.500m in Angriff nehmen, beide  im Medaillenbereich. Telis Kandidaten für’s Trepperl sind auch Renè Zapel und Fabian Schäffler über die 400m, der eine flach, der andere mit Hürden dazwischen. Der Achte der Deutschen Meisterschaften im Dreisprung Benedikt von Hardenberg muss allerdings wegen einer Verletzung auf seine Medaillenchance verzichten.

Auch im Jugendbereich tut sich aus Regensburger Sicht wieder etwas. Zwar muss die LG Telis Finanz auf ihre „Goldbank“ Emma Heckel über 3.000m verzichten, weil die 19-Jährige zum gleichen Zeitpunkt für Deutschland über 5.000m bei den U20-Europameisterschaften in Tallinn (Estland) am Start ist, trotzdem könnten einige junge Talente in Erding ins Rampenlicht rücken. Bei den Jungs ist das in erster Linie U20 3.000m Läufer Tobias Prater (LG Telis Finanz), der in der „Poleposition“ ins Rennen geht. Bei den Mädels sind das gleich elf junge Hoffnungsträgerinnen, die in der U18 und U20 in den Medaillenkampf eingreifen können. Bei den Jüngeren sind das von Seiten der LG Hanna Ackermann (400m, 400m Hürden), Merle Black (400m), Sophie Endemann (400m Hürden) und Magdalena Engl (3.000m). Vom SWC kommen in dieser Altersklasse Kathrin Ertl im Stabhochsprung, Julia Lankes im Dreisprung und Celia Spieß mit der Kugel dazu. Bei den Älteren hat die LG mit Sabrina Hafner (100m, 200m) und Sophie Ochmann (400m, 400m Hürden) ebenso wie der SWC mit Lisa Lankes (800m, 1.500m) und Emma Wittmann (Stabhoch) zwei Anwärterinnen für die Medaillen anzubieten.