
AUFBRUCH DEUTSCHLAND - OLYMPIA in MÜNCHEN
© Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz*
Erfahrungen mit sportlichen Großereignissen, der Wille der Bevölkerung, die vorhandene Sport-Infrastruktur und die Unterstützung durch die CSU-geführte Regierung haben wohl den Ausschlag gegeben. „S i e wollten Olympische Spiele in Bayern und sie haben die Wahl gegen Köln gewonnen“. Auch wenn es noch keine endgültige Nominierung bedeutet, Bayern soll Deutschland repräsentieren, Paris 2024 Vorbild sein und gemeinsam sollten wir Olympia-Medaillen wollen.
Das bedeutet zugleich, dass wir keine Zeit verlieren dürfen um, nicht nur die olympischen Sportarten aus der Krise zu führen. Das bedeutet auch dass nicht nur die Kinder Bayerns sportlich motiviert werden, „a l l e“ in Ost – West – Süd – Nord müssten jetzt für Deutschland Talente finden und die schon bekannten auf Spitzenleistungen vorbereiten.
In der Bildung, der Wirtschaft, der Infrastruktur, der Energiepolitik, im Schulsport und GERMANY´S Hochleistungssport
Verantwortung, Reformen, Wohlstand durch Leistung und Innovation, Strukturwandel durch wirtschaftliche Stärke in allen Ländern - dafür müssen Wirtschaft und Energiepolitik, Bildung in Schulen und Universitäten durch Lehrer und Professoren Chefsache in den Ländern werden, wir brauchen den Ausstieg aus der Abwärtsspirale. Sie sind zuständig, wenn gute Trainer überall gebraucht werden. Es muss nicht nur die Infrastruktur modernisiert werden damit unsere Gäste sich nicht wundern, wenn die Züge nicht wie gewohnt fahren, wir unseren Gästen zeigen können, welch schönes Land Bayern ist und zu welchen Leistungen Deutschland fähig ist.
Der Aufbruch in der Leichtathletik muss sich im „schneller, weiter, höher“ und dafür im „schnelleren, intensiveren Trainieren“ zeigen. Das erreichen unsere derzeit bekannten und noch unbekannten Läufer/innen durch mehr Trainingsstunden und Trainingsqualität für ihre Strecke. Sie wissen, da bin ich mir sicher, was / wie die Weltbesten trainieren. Das haben sie bereits bei ihren Höhenaufenthalten beobachtet.
Für ein Sportland Deutschland muss der Bundeskanzler die Ministerpräsidenten und seine Minister beauftragen Deutschland „neu aufzustellen“, die Trainerausbildung zu forcieren und auch den Schul-, Kinder-, Jugend- und Leistungssport in ihren Ländern neu zu organisieren und zu fördern.
Schul- und Vereinssport schaffen die Grundlage für die physische und mentale Gesundheit nicht nur der Kids, die Leistungsfähigkeit und damit auch den Stolz auf unsere Nation. Deshalb müssen wir vor allem Kindersport nicht nur in jeder Schule, sondern auch in jedem Ort, jedem Verein wollen. Da sollten wir uns Paris zum Vorbild nehmen, sie haben frühzeitig vor Olympia die tägliche Sportstunde eingeführt.
Wer Olympia - Gold - Silber - Bronze in 14-20 Jahren will muss jetzt Kinder-/Jugendsport „machen“ – aus Trainersicht brauchen auch Goldkörnchen diese Jahre
ALLE, auch die Opposition in Berlin, sind in ihren Verantwortungsbereichen, sind für die Bildung und Ausbildung der Herzen, Lungen, Gehirne und der Psyche von 13,5, Millionen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren verantwortlich. Bewegung ist der Motor zur gesunden körperlichen, geistigen und psychophysischen Entwicklung.
Es hat mich richtig erschreckt, als ich gelesen habe, wie Innenminister Seehofer damals Deutschlands Tokio-Olympiaergebnisse schöngeredet hat. Das schlechteste Ergebnis seit 1992 und die Bundesregierung beurteilte die Medaillenbilanz des deutschen Teams bei den Olympischen Spielen in Tokio als ein „recht ordentliches Ergebnis“.
Es ist wie bei unserer Infrastruktur, den Straßen, Brücken, dem Schienenverkehr, aber auch in der Wirtschaft. Solange „es“ wenigstens noch fährt, wenn auch nur bei Tempo 30 oder es noch Benzin gibt, wenn auch für 2,50 €. Mit den versprochenen blühenden Landschaften hat das ja nicht geklappt, aber allein waren sie daran nicht schuld. Auch vom Sportausschuss des Bundestages hörte man in den Jahren wenig, auch sie haben den Niedergang bei „ihren Brüdern und Schwestern“ wie man früher sagte, vor allem begleitet, wenig Interesse am Erhalt gezeigt, sie gewähren lassen und uns so zusammen mit den zugereisten Politikern in den Ländern ins Mittelmaß rutschen lassen.
Nun ist es aber Zeit - gelebte Demokratie – auch wenn die Linken/Grünen nicht mitmachen wollen - einen weiteren, peinlichen Niedergang der einstigen Sportnation Deutschland nicht zuzulassen, dafür brauchen wir die Kinder- und Jugendsport-Wende, wieder Leichtathletik-Vorbilder und etwas weniger Fußball und Negativberichterstattung in der Presse.
Alle Sportfans hoffen das unsere Regierung mit Neu-Sportminister Rauhe mit ihren Innen- Bildungs- und Gesundheitsministern bereits für besseren Schul-, Kinder-, Jugend- und Leistungssport arbeiten
Schulsportlehrer, Trainer „first“ und mehr Stunden sind die Basis für Veränderungen im Sport
Die Kleinen müssten bis zum Kindergarten von den Eltern, in den Kitas und Schulen an der frischen Luft, in Sport- oder Schwimmhallen täglich 1-2 Stunden bewegt werden, alle Kinder, auch in den Vereinen.
Im Kindersport werden die Grundlagen für Gewohnheiten, eine längere Gesundheit später in die Rente, die Fitness für Jahrzehnte, die Lust und das Wissen um Bewegung vermittelt, ausgeprägt und es werden zugleich die aktuell fehlenden Talente für die unterschiedlichsten Sportarten gefunden. Dann könnte GERMANY auch eines fernen Tages, wenn Olympia kommt, in der Weltsport-Präsentation wieder mehr vorkommen.
Dafür wäre vorrangig, möglichst in jedem Dorf, in jeder Gemeinde wieder Kinder mit den verschiedensten Sportarten bekannt zu machen, weil nur „üben besser macht“. Sicher finden sich in einem ersten Schritt Übungsleiter, Sportlehrer, vielleicht Sportstudenten in der Praxisausbildung in ihrer Referendarzeit, ehemalige Sportler, die eine solche Aufgabe sicher gern übernehmen würden. Wir brauchen keine wissenschaftlichen Expertisen oder immer neue Konzeptionen, sondern Trainer oder Sportlehrer oder auch „Freiwillige“ in den Vereinen und Sportlehrer in den Schulen für einen möglichen Erfolg.
Ministerpräsidenten, Innenminister und Bildungsminister setzen Sie sich für einen anderen Schul- und Vereinssport ein, legen ein Sportlehrer-Trainerprogramm auf und ermöglichen, dass die Eltern wissen, wohin sie ihre Kinder zum Vereinstraining bringen können.
„Wer Gold will, muss mit Gold fördern - aber nicht nur ganz oben, auch schon ganz unten“ (Kristina Vogel 8/21 – Olympiasiegerin Radsport)
Am besten die Landesverbände und Kommunen laden demnächst die Kleinen in ihre Kinder-Trainingszentren ein
Deutschland würde ein Gesetz „Kinder- und Jugendsport in Kitas, Schulen und Vereinen“ zurückbringen können.
Weit vor dem geplanten Potential-Analyse-System brauchen wir Kinder die im Schulsport und in den Vereinen „früher intensiv bewegt werden“ und Trainer für diese Basis, die entsprechend honoriert werden.
Voraussetzungen zu neuen persönlichen Bestleistungen, zur Konkurrenzfähigkeit bei Olympischen Spielen gegen die Welt, sind die Gene außergewöhnlicher Kinder, deren Talent für eine Sportart, am besten früh erkannt wird. Bedingungen dafür sind kompetente hauptamtliche Trainer, Leidenschaft, Disziplin, eine optimale Ernährung, auch psycho-physisches Training, Ehrgeiz und mentale Stärke in den Wettkämpfen.
Das alles wird für mehr Olympia-Medaillen nötig sein
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© Lothar Pöhlitz– Dipl.- Sportlehrer für Leistungssport / Sportwissenschaftler / 1959 – 1971 Trainer und Cheftrainer beim SC Chemie Halle / 1971 - 1979 Leiter des Wissenschaftlichen Zentrums Lauf-Trainingsmethodik der DDR / 1980-1998 Trainer in Leverkusen, Dortmund und der Rhein-Berg-Runners / 18 Jahre DLV-Bundestrainer Mittelstrecke, Langstrecke, Marathon / 3x Olympia - Trainer für Deutschland / 4 Fachbücher





